Der 10er Exkursionstag "Spuren gelebter Werte" führte die evangelischen 10. Klässler unter der Leitung der Lehrkräfte Maske-Lange und Fichter am10. Juli nach Freiburg. Die erste Station war das Ökumenische Zentrum Maria Magdalena im Rieselfeld. In einer ersten persönlichen Kirchenraumerkundung konnten sich die Schüler und Schülerinnen mit der außergewöhnlichen Architektur sowie den beiden Gottesdiensträumen vertraut machen. In der anschließenden Führung erläuterte eine Mitarbeiterin des Zentrums die Besonderheiten der Maria Magdalenakirche, die einen evangelischen und einen katholischen Kirchenraum beherbergt sowie bewegliche Wände um die beiden Kirchen für ökumenische Veranstaltungen zu verbinden.
Im Anschluss daran fuhr die Gruppe zur jüdischen Synagoge in der Innenstadt. Der jüdische Kantor der Gemeinde informierte über das Schicksal der Freiburger Juden zur Zeit des Nationalsozialismus. Eine Gedenktafel vor dem Eingang der Synagoge erinnert an die vielen nach Gurs deportierten Juden. Im Inneren der Synagoge erläuterte Kantor Moshe Hayoun redegewandt und kurzweilig die jüdischen Glaubensriten, zeigte der Gruppe den Toraschrein mit mehreren kunstvoll eingehüllten Torarollen sowie andere Kultgegenstände. Die Tür zur 1989 neu erbauten Synagoge sowie der Kronleuchter und die Gebotstafeln stammen aus der ursprünglichen - von den Nationalsozialisten zerstörten – Synagoge.Jüdisches Leben heute ist nach Aussage von Herrn Hayoun geprägt von überlieferten Ritualen und Regeln wie zu früheren Zeiten, da gläubige Juden und Jüdinnen den Weisungen der Tora eine besondere Stellung in ihrem Leben einräumen. Viele Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede der 3 Offenbarungsreligionen Judentum, Christentum und Islam wurden angesprochen. Nach sicher noch nachwirkenden intensiven Eindrücken kehrte die evangelische Religruppe am späten Nachmittag ans GaR zurück.