Eine Reise in die Geschichte: Die K1 des Gymnasiums am Romäusring erkundet Nürnberg

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Eine Geschichtsstunde der besonderen Art erlebten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Gymnasiums am Romäusring bei ihrer kürzlich unternommenen Exkursion nach Nürnberg. Ziel der Fahrt war es, Geschichte nicht nur theoretisch aus Büchern zu lernen, sondern sie hautnah zu erfahren und zu erleben. Ein umfangreiches Programm führte die jungen Geschichtsinteressierten durch verschiedene Epochen und Themen, von mittelalterlichen Stadtführungen über die Kaiserburg bis hin zu den düsteren Kapiteln des 20. Jahrhunderts.

Der Tag begann mit einer beeindruckenden Stadtführung durch das mittelalterliche Nürnberg. Die Schülerinnen und Schüler konnten die gut erhaltenen Fachwerkhäuser und die imposante Stadtmauer bestaunen und erfuhren dabei viel über das Leben und Arbeiten im mittelalterlichen Nürnberg. Besonders die Besichtigung der Kaiserburg, die einst als Kaiserresidenz diente, hinterließ bei vielen bleibende Eindrücke. „Es war faszinierend zu sehen, wie die Menschen damals gelebt haben und welche Bedeutung Nürnberg im Mittelalter hatte“, berichtet eine Schülerin begeistert. Auch die Jugendherberge war einmalig, lag sie doch unmittelbar neben der Kaiserburg und stand dieser als ehemalige Stallung im Flair kaum etwas nach. Manch einer war gar im Turm untergebracht.

Ein besonders nachdenklicher Teil der Exkursion war der Besuch des Reichsparteitagsgeländes. Hier setzten sich die Schüler intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Die monumentalen Bauten und die Geschichten, die mit diesem Ort verbunden sind, machten die Gräuel dieser Zeit greifbar. Die Schüler sagten, es sei erschreckend und bewegend zugleich, die Orte zu sehen, die sie sonst nur aus dem Unterricht kennen.

Weiter ging es in den ABC-Bunker, der während des Kalten Krieges als Schutzraum vor atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen diente. Die klaustrophobische Enge und die beklemmende Atmosphäre vermittelten ein eindrucksvolles Bild davon, welche Ängste und Bedrohungen die Menschen während dieser Zeit begleiteten.

Abgerundet wurde die Exkursion durch verschiedene Workshops, die sich mit den Themen Menschenrechte, Nürnberger Prozesse und Rechtsextremismus beschäftigten. Diese Workshops boten die Möglichkeit, sich aktiv mit diesen wichtigen und aktuellen Themen auseinanderzusetzen. Dabei standen Diskussionen und Gruppenarbeiten im Vordergrund, die das Verständnis und die Sensibilisierung für diese Thematiken fördern sollten. „Es war sehr lehrreich und hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich für Menschenrechte einzusetzen und gegen Rechtsextremismus aktiv zu werden“, fasst eine Schülerin ihre Erfahrungen zusammen.

Am Ende der Reise waren sich alle einig: Diese Exkursion war nicht nur ein spannender Ausflug in die Vergangenheit, sondern auch eine wertvolle Erfahrung für das Leben. Die Mischung aus historischen Stätten, informativen Führungen und interaktiven Workshops ermöglichte es den Schülern, Geschichte auf eine ganz neue Weise zu erleben. Die Lehrer zeigten sich begeistert von der positiven Resonanz: „Es war beeindruckend zu sehen, wie interessiert und engagiert die Schüler bei der Sache waren. Solche Erlebnisse prägen und erweitern den Horizont weit über den Unterricht hinaus.“

Die Exkursion nach Nürnberg wird den Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse des Gymnasiums am Romäusring sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben – als ein Tag, an dem Geschichte lebendig wurde und das Verständnis für unsere Vergangenheit vertiefte

 

Foto: Jens Weinmann

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