Maike und Amanda bei der Young Leaders Acadamy

Sechs Tage lang über Lösungsansätze und gesellschaftlich relevante Probleme, für die im Schulalltag meistens keine Zeit bleibt, grübeln, Diskussionsrunden und Hintergrundgespräche mit Wissenschaftlern, Managern und Journalisten führen, Workshops zu Themen wie Körpersprache, Mimik, Verhandlungs- und Führungstraining und die Besichtigung der Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen – das alles wurde uns, Amanda Kampeis (Mitarbeiterin von „Weihnachten im Schuhkarton“) und Maike Wagner (Schülersprecherin), aus der Kursstufe 2 ermöglicht.

Durch unseren Vertrauenslehrer Peter Kohl, der uns auf diese Akademie aufmerksam gemacht hat, wurde uns die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit Themen, die im Alltag meist zu wenig thematisiert werden, gegeben.

Zusammen mit 106 weiteren sozial engagierten Jugendlichen aus ganz Deutschland verbrachten wir im letzten Schuljahr eine Woche im Bundeswehrzentrum auf der 63. young leaders Akademie in Strausberg/Berlin.

In Vorträgen und anschließenden Diskussionsrunden zu Themen wie „Was bedeutet, oder ist die Würde des Menschen?“ und „Was hat es mit dem Vertrauen in Sicherheitsorganen auf sich?“ wurde unser Horizont erweitert. Auch Workshops mit Profijournalisten und Interviews mit Personen, wie dem Repräsentanten von Taiwan oder dem Präsidenten und Landesbeauftragten des Technischen Hilfswerks, waren nicht nur sehr interessant und aufschlussreich. Wir haben auch gelernt, Sachen kritisch zu hinterfragen, um uns eine eigene Meinung bilden zu können.

Auch wurde uns deutlich, wie wichtig es ist, aus seiner eigenen Komfortzone herauszukommen und sich mit Themen auseinanderzusetzen, die vielleicht nicht im eigenen Interessenfeld liegen. Wie bedeutend dieser Punkt ist, wurde uns bei der Führung durch eine ehemalige „Untersuchungshaftanstalt“ des Ministeriums für Staatsicherheit der DDR, die von einem Zeitzeugen durchgeführt wurde bewusst.

Schockierend über die Erzählung des ehemaligen Gefangenen und zugleich dankbar, dass diese dramatischen Erlebnisse mit uns geteilt wurden, sehen wir unsere damaligen Geschichtsstunden zu diesem Thema nochmal in einem ganz anderen Licht.

Zurückblickend können wir sagen, dass wir auf dieser Akademie nicht nur einen sehr umfangreichen und informativen Input bekommen haben, sondern viele beeindruckende Menschen kennenlernen durften. Mit Jugendlichen aus ganz Deutschland verbrachten wir eine großartige Woche!