Profilfahrt NWT

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Montag 17.07.2023:

Wir haben uns am Montagmorgen um halb zehn am Villinger Bahnhof getroffen. Unser Zug, der uns nach Karlsruhe Hauptbahnhof bringen sollte, hatte Verspätung und fuhr schlussendlich nicht bis zum Karlsruher Bahnhof. Er fuhr stattdessen nach Rastatt, von wo wir dann nach Karlsruhe fuhren. Von Karlsruhe ging es dann nach Heidelberg und dann nach Adelsheim, wo wir um ca. 15:30 nach einer ca. 6-Stündigen Fahrt ankamen.

Nach der Besprechung gab es eine Art Schnitzeljagd mit GPS-Geräten. Insgesamt 6 Gruppen mussten mithilfe von Info-Tafeln im Wald, die mithilfe von Koordinaten gefunden werden mussten, jeweils eine Zahl aus mehreren Informationen errechnen. Alle Ziffern zusammen ergeben den Code für die zwei Zahlenschlösser einer Schatzkiste mit Süßigkeiten. Schlussendlich war es unnötig, da wir den Code geknackt hatten.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, gab es dann um 18 Uhr Abendessen, welches bei allen sehr gut ankam. Den Abend verbrachten wir auf dem Sportplatz. Als wir dann am Tagendesende ins Bett gingen, waren alle von der langen Reise erschöpft.

Dienstag 18.07.

Der Dienstag war für die meisten von uns der anstrengendste, sowie auch der spaßigste Tag unserer Profilfahrt. Wir trafen uns zuerst alle gemeinsam um 8 Uhr morgens zu unserem ersten gemeinsamen Frühstück im LSZU. Die meisten von uns aßen verschiedene Arten von Müsli oder Brote. Nach dem Frühstück trafen wir uns im Klassenraum, in dem uns ein Planspiel vorgestellt worden ist, bei dem wir uns mit der fiktiven Stadt Sontal auseinandersetzen sollten. Dazu bildeten wir 3er- Gruppen.

Das Ziel des Planspiels ist, die Stadt Sontal mit Erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel Windenergie, Photovoltaik oder Wasserkraft, auszustatten, sodass 100% des Stroms aus umweltfreundlichen Energiequellen besteht. Erstmals hatten wir die Aufgabe, einen Förderantrag zu schreiben, um die Bebauung der Erneuerbaren Energien zu finanzieren. Nachdem der Förderantrag bewilligt worden ist, konnten wir uns über den Bau der Anlagen Gedanken machen. Dabei hatten wir eine große Wahl, wo wir die Erneuerbaren Energieanlagen aufstellen können. Allerdings ist der Ertrag, die Kosten etc. von Anlage zu Anlage unterschiedlich. Diese Werte haben wir mit verschiedensten Formeln berechnet. Außerdem lief das Planspiel nach einem Punktesystem, in dem wir für verschiedene Bereiche (Ökologie, Wirtschaft und Sozial) Punkte sammeln konnten. Diese Bereiche variierten je nach Standort. Zum Beispiel ist ein Wasserkraftwerk im Gebirge für die Bürger lautlos, jedoch sind die Fische, die sonst an dieser Stelle entlang schwammen, stark gefährdet. Die gesammelten Punkte wurden dann von jeder Gruppe zusammengezählt und somit die Gewinner bestimmt, die die meisten Punkte erhalten haben. Das Planspiel dauerte von 8.45-17.45 Uhr mit einer kleinen Pause zum Mittagessen um 12.00 Uhr. Um 18.00 Uhr gab es Abendessen, welches Gyros mit Zaziki und Brot beinhaltete. Am Abend waren einige im Zimmer während andere draußen Volleyball, Fußball als auch Tischtennis gespielt haben.

Mittwoch 19.07.

Unser Tag begann um 08:00 Uhr beim gemeinsamen Frühstück. Nach dem Frühstück startete unser Tagesprogramm um 09:15 Uhr mit dem Kennenlernen einer erneuerbaren Energiequelle, dem Konzept der Brennstoffzelle. Bei der Brennstoffzelle handelt es sich um eine redox-basierte Batterie, die eine Alternative zur vergleichsweise umweltfeindlichen Lithium/Katmiumförderung darstellt. Dies wurde durch ein Experiment veranschaulicht; einer einfachen auf Wasser mit Elektrolyt und Stahlwolle basierenden Brennstoffzelle.

Die Präsentation eines weiteren Mittschülers wurde parallel mit Gruppenunterteilung vertieft: Mithilfe eines ein Parabolspiegels wurden Würstchen in einem Topf mit kochendem Wasser zubereitet. 

Nach dem Theorieteil (und einer Mittagspause) begab sich die Klasse ins Sägewerk. Dort lernten die Schüler durch eine Besichtigung die Arbeitsstationen kennen und wurden mit den Operationssystemen des Betriebs vertraut gemacht.

Bewegung durfte natürlich auch nicht fehlen, am frühen Nachmittag wurde ein Volleyballturnier in den Anlagen des LSZUs veranstaltet.

Zum Abschluss des Tages hatten alle Freizeit, in der die Schüler zwischen verschiedenen Aktivitäten wie Volleyball, Tischtennis oder Fußball spielen wählen konnten.

Donnerstag 20.07.

An unserem vierten Tag im Landesschulzentrum für Umweltbildung lag der Fokus auf einer weiteren erneuerbaren Energiequelle: Der Solarzelle

Diesmal ging es aber nicht um die Theorie, sondern wir beschäftigten uns mit der Praxis. So veranstalteten wir einen Solarauto-Wettbewerb. Wir sollten ein kleines Auto bauen, dass von zwei Solaranlagen betrieben wird. Dazu haben wir von zu Hause CDs, Strohhalme, Marmeladenglasdeckel, Flaschendeckel, Büroklammern, Pappkartons, etc. mitgebracht, die später den Hauptkörper, die Achsen und die Räder des Fahrzeugs bilden sollten. Jede 3er Gruppe hat zwei Solaranlagen und einen Motor bekommen, mit diesen Materialen haben wir über den Tag das Solarfahrzeug gebaut.

Schließlich trafen wir uns um 16 Uhr, zum Wettbewerb, wer das beste Solarfahrzeug konstruiert hat... und mussten weitere 15 Minuten warten bis die Sonne nicht mehr von den Wolken verdeckt wurde. Hier ist der Nachteil der Solarenergie, die Abhängigkeit vom Wetter. Nachdem dann die Sonne sich dann endlich blicken ließ konnten die ersten Autos starten. Es fuhren immer 4 Autos gegeneinander, außerdem wurden die Zeiten gemessen. Die Rennen begannen und natürlich feuerten jedes Teams ihr Auto an, doch der Gewinner war den anderen Fahrzeugen oft weit voraus. Viele Solarautos hatten auch zu wenig Sonne um Überhaupt zu fahren oder andere Dinge an ihrem Fahrzeug funktionierten nicht. Im letzten Rennen sollten die besten Autos gegeneinander antreten um den endgültigen Gewinner zu bestimmen. Am Ende hat das Solarauto von David, Mirkelam und Finn in allen Runden gewonnen und hatte auch die besten Zeiten.

Als der Tag sich dem Ende neigte, trafen wir uns alle zusammen im hauseigenem Schulgarten des LSZU, in dem Gemüse, Salate und Kräuter angebaut werden, um Pizza zu backen. Zum Backen musste der Pizzaofen schon 3 Stunden früher angeheizt werden. Ein paar Schüler belegten Pizzen und backten sie im Ofen. So konnte sich der Rest einfach anstellen, seine Pizza-Bestellung aufgeben und bekam dann seine Pizza zum Tisch serviert. Auch wenn es ab und zu Beschwerden gab wegen schwarzem Boden oder, sogar, rohen Pizzen, hat es nichts daran geändert, dass es insgesamt sehr gut geschmeckt hat. Es war ein entspannter, leckerer letzter Abend, der einen guten Abschluss für unsere Forscherwoche darstellte. Nach dem Pizza-Essen gab es dann auch noch die Siegerehrungen für die Gewinner des "Planspiels Sontal" und des Wettbewerbs mit dem Solarauto. USB-Sticks und Applaus wurden geerntet. Am Ende war das Gesamtbild über das Schullandheim, trotz vereinzelten Anstrengungen, doch sehr gut.

Freitag 21.07.

Die Zeit vor dem Frühstück haben viele genutzt, um ihre Sachen zu packen und die Zimmer aufzuräumen. Dann gab es wie immer um 8 Uhr Frühstück, bei dem wir uns auch ein Vesper für die Fahrt vorbereiten konnten. Nach dem Essen wurden die Koffer und Taschen beim Hausmeister abgegeben und nochmals die Zimmer sauber gemacht. Der fÖJ Mann hat gemeinsam mit uns die Mülltrennung überprüft, wonach wir dann zum Bahnhof aufgebrochen sind.

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