Rom, fünf Tage im Oktober
Vom 18. bis zum 24. Oktober ging es für die K2 gemeinsam mit Annika Uitz und Martina Du auf Studienfahrt nach Rom. Die An- und Abreise erfolgten mit dem Nachtbus. Entsprechend erschlagen kamen wir am nächsten Morgen an, was uns aber nicht davon abhielt, direkt wieder loszuziehen: Am ersten Tag ging es auf den Pincio, von wo aus wir einen ersten Rundblick auf die Stadt genossen, und anschließend in kleinen Gruppen zur „Rom in einer Stunde“-Bilder-Challenge zwischen Piazza del Popolo und Spanischer Treppe. Danach mussten wir uns erst einmal alle im Hotel wiederherstellen. Abends stand eine gemeinsame Tour zum Campo de‘ Fiori und nach Trastevere auf dem Programm.
Am zweiten Tag war die Antike dran: Die Kapitolinischen Museen mit ihrem wunderschönen Ausblick auf die Ruinen des Forums, das Kolosseum, das innen viel ruinierter war als viele von außen erwartet hatten, der Palatin und das Forum Romanum. Vor dem Kolosseum konnten wir außerdem beobachten, wie die dortigen Powerbankverkäufer zunehmend erleichtert waren, als wir uns schließlich wieder entfernten.
Der Mittwoch begann mit der Generalaudienz auf dem Petersplatz – für Papst Leo die erste Audienz nach seiner Operation, und dementsprechend begeistert wurde er von den Massen empfangen. Das Wetter sorgte für die passende Dramaturgie: Gewitter und Sonnenschein wechselten sich so ab, dass der Sonnenschein ziemlich passgenau zu den Auftritten des Papstes passte. Anschließend besichtigten wir die Engelsburg. Für die ganz Harten ging es danach auch noch zu San Giovanni in Laterano samt Baptisterium und von dort aus in die Unterwelt, nämlich zur von außen eher unscheinbaren Kirche San Clemente. Dort warteten unterirdische Kirchenräume aus dem 4. Jahrhundert, uralte Fresken in der Dunkelheit und ein Mithras-Heiligtum auf Grundwasserhöhe auf uns.
Am Donnerstag machten wir einen Ausflug nach Ostia Antica, der alten Hafenstadt Roms. Die Anlage, die schon vor Jahrtausenden verlassen wurde, weil sie aufgrund eines grundlegenden Planungsfehlers schon in antiken Zeiten durch Versandung vom Meer getrennt wurde, ist mit ihren kräuterüberwuchterten Ruinen wunderschön und bietet mit ihren gut erhaltenen Mosaiken, den Läden und Statuen in den alten Innenhöfen noch einmal einen ganz anderen Blick auf das römische Alltagsleben als die großen Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum. Danach ging es weiter an den Strand von Ostia, den wir fast für uns allein hatten, denn im Oktober war trotz strahlenden Sonnenscheins für die Römer offensichtlich keine Strandzeit mehr angesagt. Unsere Gruppe war inzwischen allerdings ebenfalls so begeistert vom Stadtleben, dass sie die Option auf einen Sonnenuntergang am Meer ausschlug, um den letzten Abend lieber wieder in Kleingruppen im römischen Trubel zu verbringen.
Am letzten Tag stand auf besonderen Wunsch des Kunst-LKs die Villa Borghese auf dem Programm. Vor allem die Bernini-Statuen einmal im Original zu sehen, sorgte hier für Begeisterung. Danach wartete auf uns allerdings noch eine Aufgabe, die weniger mit Kunst als mit Logistik, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen zu tun hatte: Mit Gepäck mussten wir während der Hauptverkehrszeit in die Metro schaffen und bis nach Anagnina gelangen, wo unser Bus wieder auf uns wartete.
Auf der Heimfahrt war es dann auffallend still.



