Schülergruppe erkundet Welt des „altmodischen“ Buches
Junge Schülerinnen und Schüler entdecken auf der Frankfurter Buchmesse ihr Interesse an Geschichten wieder
Von Linda Obergfell
23 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Romäusring in Villingen bekamen am Mittwoch, den 11.10.17 die einmalige Gelegenheit einen Einblick in die 69. Frankfurter Buchmesse zu erlangen.
Unsere Mitschülerin Negar Ranjbaran nahm im Frühjahr dieses Jahres an dem Schreibwettbewerb der Eckenroth Stiftung teil, bei dem Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren die Aufgabe erhielten eine selbsterlebte Geschichte zum Thema „Meine Sprache“ zu schreiben. Negar zählte mit ihrem Text „die Stille der Luftballons“ zu den 10 Preisträgern, die ihre Geschichte auf der Internationalen Buchmesse vorlesen durften. Wir als Klasse begleiteten sie, obwohl einige sehr voreingenommen waren, da sie sich nicht vorstellen konnten auf einer Buchmesse Spaß zu haben. Denn wenn man sich unter Jugendlichen mal umhört, liest fast keiner mehr richtige Bücher. Es ist doch viel cooler, sich stundenlang mit Musik volldröhnen zu lassen und im Internet zu surfen, damit man ja immer auf dem neuesten Stand ist.
Der Duft nach neuen und alten Büchern, der uns sofort in die Nase strömte, als wir eine Messehalle betraten, löste dann doch irgendwie ein Gefühl der Freude aus. Es wurden wieder Kindheitserinnerungen geweckt, als wir in unseren Kleingruppen an Ständen mit Bilderbüchern vorbeikamen oder wir noch immer heißgeliebte Klassiker, wie Pippi Langstrumpf erblickten. Nicht zu vergessen das Märchen „Rotkäppchen“, welches wir als unser eigenes Hörbuch aufnehmen durften. Für andere Schüler von uns, die wirklich nur an modernen Sachen Interesse haben, gab es auch vielerlei Möglichkeiten. Sie konnten eBook-Reader austesten oder sich mit einem Massagegerät der Zukunft die Nackenmuskeln entkrampfen lassen. Auch internationale Verlage weckten Neugier, da wir schauen konnten, ob wir mit unseren Fremdsprachenkenntnissen schon wirklich den Klappentext eines Buches verstehen konnten. Andere Verlage jedoch verschwendeten nur Papier, wenn sie uns ein Prospekt in die Hand drückten.
Werbegeschenke, die uns wirklich beeindruckten, gab es nur wenige, doch einige Anbieter werden wir mit ihren interaktiven Möglichkeiten nicht vergessen und sie haben bei uns Jugendlichen gepunktet. Dadurch wird uns dieser einmalige Ausflug in Erinnerung bleiben und einige Schülerinnen und Schüler werden nun bestimmt eher mal in ihrer Freizeit in die eigene Welt eines Buches abtauchen.