Am Mittwoch, den 24. Juni, begaben sich unsere Ethikkurse der zehnten Klassen auf Spurensuche nach Konstanz. Auf dem Programm stand die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt, die beispielhaft für die Entwicklung vieler deutscher Städte in dieser Zeit steht.
Ulrich Büttner, Historiker am Rosgartenmuseum Konstanz, führte die Schülerinnen und Schüler durch eine Ausstellung, die verschiedene Facetten des Themas beleuchtete: vom vorauseilenden Gehorsam zahlreicher Vereine, die bereits vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten jüdische Mitglieder ausschlossen, über den weitgehend ausbleibenden Widerstand in der Bevölkerung und die Denunziation regimekritischen Verhaltens bei der Gestapo bis hin zum menschenverachtenden Umgang mit Flüchtlingen im benachbarten Thurgau. Auch einzelne Widerstandskämpfer wurden vorgestellt, darunter Georg Elser, dessen Attentat auf Adolf Hitler 1939 nur deshalb scheiterte, weil Hitler den Tatort 13 Minuten früher als geplant verließ.
Trotz der großen Hitze gelang es Büttner, die historische und ethische Bedeutung des Themas eindrücklich zu vermitteln und wichtige Denkanstöße für die Gegenwart zu geben.
In der verbleibenden Freizeit blieb schließlich noch Zeit für Pizza, Eis und die Suche nach einem schattigen Plätzchen am Bodensee.





