Zu Fuß von Oberstdorf nach Meran
Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Romäusring präsentieren die Highlights ihrer Alpenüberquerung
Fünf Monate nach ihrer Wanderung frischten die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses "Alpen" ihre Erinnerung an die fast neuntägige Tour, die sie mit ihren Lehrern Karin Haß und Jochen von der Hardt unternommen hatten, auf. Dabei zeigten sie ihrem Publikum Bilder, berichteten von den einzelnen Tagen und erzählten Anekdoten, die sie auf der Wanderung in Tagebüchern festgehalten hatten. Die Tour begann recht abenteuerlich, da schon unterhalb der Kemptner Hütte Schneeregen einsetzte und sich die Wege teilweise in Bachläufe verwandelten. Auch in den nächsten Tagen lief die Gruppe oftmals auf schneebedeckten Pfaden, die Temperaturen lagen teilweise beim Gefrierpunkt. Als die Wanderer auf der Memminger Hütte erfuhren, dass sie nicht in der Hütte selbst, sondern außerhalb im (ungeheizten) Winterlager untergebracht werden sollten, war die Aufregung daher kurzzeitig groß, wider Erwarten fror jedoch niemand in diesem von den Jugendlichen später liebevoll als "Ziegenstall" bezeichneten Lager. In der Zamser Skihütte, der dritten Station, konnten alle die erste warme Dusche genießen, und nach der Braunschweiger Hütte nahm die Außentemperatur ohnehin im Stundentakt zu, so dass die Jugendlichen schließlich beim Aufstieg zur Hintereggalm - nach Abkühlung lechzend - ihren Kopf der Reihe nach in einen mit kaltem Wasser gefüllten Waschzuber steckten. Dies sind Erlebnisse und Erfahrungen, die die Jugendlichen nicht zu ihren alltäglichen zählen dürften und vielleicht daher umso wertvoller sind: Unterwegs sein in Funklöchern, Verzicht auf jeglichen Komfort, Durchhalten, weil die nächste Hütte erreicht werden muss. Dass man dabei so viel Spaß haben kann - wer hätte das gedacht?